Kurbad & 30jähriger Krieg
Wildbad zu Mainhardt
Plünderungen & Vertreibungen

Im 15. u. 16. Jahrhundert war das Wildbad zu Mainhardt eine überregionale Kuranstalt. Eine Badeordnung aus dem Jahre 1485 regelte den Badebetrieb. Nach vergeblichen Versuchen einer Wiederaufnahme eines Kurbetriebes ist die Anlage in napoleonischer Zeit aufgegeben worden. Heute speist die alte Quelle das Mineralfreibad und wird als Römersprudel abgefüllt.
Eine Dorfordnung aus dem Jahre 1565, deren Original noch im Archiv vorhanden ist, regelte das Zusammenleben der Dorfbewohner. Während des 30-jährigen Krieges, von 1621 - 1624, arbeitete in Mainhardt eine Münzstätte, die geringwertiges Geld, die so genannten Kipper- und Wippermünzen, herstellte.
Zehn Jahre vor Ende des 30-jährigen Krieges, 1638, plünderten 2000 Kroaten drei Tage lang das Dorf und trieben über 500 Stück Vieh weg. Der damalige Pfarrer hat dies eindrucksvoll im Kirchenbuch geschildert.
Eine berühmt-berüchtigte Räuberbande terrorisierte im 18. Jahrhundert die Umgebung, bis 1773 die meisten ihrer Mitglieder hingerichtet wurden.
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