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Mainhardter Kostbarkeiten

Alle Termine rund um die Mainhardter Kostbarkeiten 2011 finden Sie in der PDF Datei.

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Geschichte

Geschichtliches aus Mainhardt von seiner Ernennung bis heute.

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Kultur

Interessante kulturelle Anschauungen in Mainhardt und seinen Teilorten.

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Barrierefreie SeitenDienstleistungen A-ZMineralfreibad Mainhardt
 
 

Römerquelle

Mineralquelle als Heilwasser

Bad für Heilzwecke

Im Ortsteil Mainhardt-Baad entspringt die historische Römerquelle. Wie der Name sagt, geht man davon aus, dass schon die Römer diese Mineralquelle gekannt haben. Die Quelle tritt artesisch zutage und schüttet etwas mehr als 4 Sekundenliter. Das Wasser hat eine hohe Mineralisierung und speiste im 15. und 16. Jahrhundert mit heilenden und lindernden Wirkungen ein überregional besuchtes Wildbad. Heute wird das Wasser im Mineralfreibad Mainhardt genutzt. Außerdem wird im "Römersprudel", Mainhardt, Mineralwasser abgefüllt. Die Mineralquelle ist als Heilwasser anerkannt.

Interessant ist die Badeordnung aus der Zeit, als im 15. und 16. Jahrhundert das Bad für Heilzwecke benützt wurde. Vermutlich wurde es im 30-jährigen Krieg zerstört. Graf Kraft VI. hat am Donnerstag nach Exaudi 1485 (19. Mai) eine Badeordnung erlassen, welche den Badebetrieb und den Verkehr im Bad bis in die kleinsten Einzelheiten geregelt hat. Die Badeordnung gibt uns Kunde, dass das Bad, wie heute noch jedes Heilbad, über ein Badhaus verfügte und ein Badearzt tätig war. Dieser hieß zur damaligen Zeit "Bader". Auch das Badegeld hat schon damals nicht gefehlt. Da die Badekuren längere Zeit in Anspruch nahmen, war für die Verpflegung und Unterkunft im Badhaus gesorgt. Die Badeordnung hat "hiefür dem Wirt weise Vorschriften gemacht". Anscheinend hat es schon damals Überforderungen der Gäste gegeben. Der Badegast konnte selber kochen oder beim Wirt essen. Dem beim Wirt Essenden waren aber einige Vorteile eingeräumt.

Dem Schultheiß "im Dorf zu Mainhardt" war die Aufsicht zugedacht. Für die Sicherheit der Gäste sorgte die Badeordnung mit drastischen Maßnahmen. Für Schlägereien mit gewappneter Hand war sogar das Abhauen der rechten Hand angedroht. Auch das Schimpfen und Schmähen war bei Strafe verboten. Aus der Badeordnung geht hervor, dass auch "die besseren Stände" das Bad aufsuchten. Im Jahr 1598 war der Pfarrer Hofholz von Bächlingen einen Monat im Bad zu Mainhardt. Es wird berichtet, dass 1568 sogar der Landesherr Ludwig Casimir von Hohenlohe selbst eine Badekur gebrauchte. Anscheinend hatte diese aber keinen großen Erfolg, weil der Landesherr wenige Monate darauf starb.


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