Schlössle in Mainhardt
Bezeichnung "Schlösslin"
Schön & historisch in der Ortsmitte

Kommt man in die Ortsmitte von Mainhardt, erfreut man sich an dem schön renovierten Schlösschen mit dem davor stehenden Schlossbrunnen. Im Jahre 1603 wird dieses Bauwerk als Amtshaus mit Ross- und Viehstall aktenmäßig erstmals erwähnt. 1644 taucht die Bezeichnung Schloss für das Gebäude auf und 1652 wird es als "Schlösslin" bezeichnet.
In den Folgejahren kommen zum ursprünglichen Gebäude noch der Torbau und Nebengebäude hinzu, um Gäste aufnehmen zu können. Auch eine "Münzküche" wird dabei erwähnt. Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Fürsten (bis 1744 waren es noch Grafen) oft im wildreichen Mainhardter Wald der Jagd frönten. Dazu mussten Mainhardt und die umliegenden Orte die Treiber stellen.
Durch Erbfolge kam das evangelische Mainhardt an das katholische Haus Hohenlohe-Bartenstein. Für die eigenen Bediensteten richtete der Graf um 1730 im Amtshaus zunächst ein Betzimmer ein. 1781 erbaute Fürst Ludwig Karl Leopold zu Hohenlohe Bartenstein eine Kapelle innerhalb der Schlosseinfriedung. Heute ist darin das Römermuseum untergebracht.
Im März 1870 wurde das Schlösschen an den Gerber Gustav Glocker verkauft, der darin eine Gerberei einrichtete. 1900 erwarb es Mainhardts damaliger Schultheiß Huzele. 1939 übernahm August Sauter das gesamte Anwesen und richtete eine Gewürzmühle und Gewürzhandlung darin ein. 1977 erwirbt die Gemeinde Mainhardt das Schlösschen, renoviert es von Grund auf und hat damit einen schönen, historischen, zentralen Mittelpunkt.
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