Mineralfreibad: Gemeinde Mainhardt

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Frühling im Mainhardter Wald
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Frühling im Mainhardter Wald
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Sommer im Mainhardter Wald
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Herbst im Mainhardter Wald
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Winter im Mainhardter Wald
Winter im Mainhardter Wald
Mineralfreibad

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Die diesjährige Freibadsaison muss in Mainhardt leider ausfallen!

Das ist der Tenor der vierstündigen Diskussionsrunde von Gemeinderat, Verwaltung, DLRG und Marketing Mainhardt.

„Die Entscheidung haben wir uns nicht leichtgemacht, schließlich ist uns das Freibad sehr wichtig“, betont Bürgermeister Komor, der angesichts der Dringlichkeit zu dieser Runde zu einem Abstimmungsgespräch eingeladen hatte. Welchen Stellenwert das Thema auch im Gemeinderat hat zeigt, dass trotz des recht kurzfristig angesetzten Termins 18 der insgesamt 23 Mitglieder in der Waldhalle erschienen waren. Außer der Verwaltung nahmen außerdem Meta Schoch und Linda Bauer als Vertreterinnen der DLRG Mainhardt sowie Helmut Fischer und Heiner Schoch vom Marketing Mainhardt an dem offenen Austausch teil.

Nach einer Einführung von Bürgermeister Komor, in dem er die Teilnehmer über die Vorgaben der zwischenzeitlich vorliegenden Corona Verordnung Sportstätten (Bäder) informiert hat, legte er dar, wie die Umsetzung dessen aus Sicht der Verwaltung aussehen müsste. Im Anschluss stellten Meta Schoch und Linda Bauer ihrerseits das von der DLRG mit Unterstützung von Marketing Mainhardt hierzu ausgearbeitete Konzept dar.

In der dann folgenden Aussprache waren sich alle einig: das Konzept der DLRG steckt voll guter Ideen und ist eine sehr gute Grundlage die zeigt, dass die Öffnung technisch und personell möglich wäre. „Wir haben in Mainhardt sehr engagierte Bürgerinnen und Bürger und ein tolles Vereinsleben - da würde es an personeller Unterstützung nicht fehlen“, ist sich Gemeinderat Simon Müller sicher, vielmehr seien es die Kosten, die es unmöglich machten. „Momentan wäre ich schon froh sicher sagen zu können, dass wir angesichts der finanziellen Entwicklung im nächsten Jahr aufmachen können“, stellt Müller ganz klar fest.

Während die ursprüngliche Absage der Freibadsaison vor allem noch von der scheinbar zwischenzeitlich in den Hintergrund rückenden Gesundheitsgefährdung getragen wurde, waren es jetzt vor allem die Kosten, die den Gemeinderäten Sorgen bereiteten. Die sich aber letztlich aufgrund des Corona-Virus so negativ auswirken. Der Virus ist nicht weg – er ist weiterhin da und wir müssen die Vorgaben entsprechend einhalten.

Dabei hat sich die DLRG zusammen mit Marketing Mainhardt durchaus Gedanken über Einsparpotentiale gemacht und die ersten Spender angefragt, um den höheren Verlust zu minimieren. Es wurden Angebote für Online-Buchungssysteme eingeholt, um den von der Verwaltung dafür angesetzten Kostenpunkt unterschreiten zu können. Außerdem wurden Ideen für eine Öffnung in zwei Schichten und versetzen Einlasszeiten zu gestaffelten Preisen entwickelt und es wurde vorgeschlagen, über eine wechselweise Schließung der Attraktionen Aufsichtspersonal einzusparen. „Ich finde toll, wie viele Überlegungen und Ideen in diesem Konzept stecken, aber das Defizit ist einfach zu hoch“, bedauert Gemeinderätin Karina Röger. Weitere Vorschläge wie zum Beispiel Reinigungszyklen zu verringern oder Aufsichtspersonal einzusparen, in dem auf die Eigenverantwortung der Badegäste gesetzt werde, seien angesichts der rechtlichen Vorgaben nicht zu verantworten, waren sich Gemeinderat und Verwaltung einig.

Während einige Räte wie Stephan Kemppel noch die Hoffnung hegten, durch Einsparungen in anderen Bereichen wie zum Beispiel Straßenbaumaßnahmen oder den Breitbandausbau zu schieben, das Defizit auffangen zu können, gaben andere zu Bedenken, dass eine in ihren Möglichkeiten derart eingeschränkte Badesaison von maximal 10 Wochen nicht etwa die Absage des dringend geforderten Breitbandausbaus rechtfertige.

„Wir müssen uns außerdem im Klaren sein, das wir nicht über eine Badesaison reden, wie wir sie bisher kennen“, gibt Gemeinderat Tilman Schoch zu bedenken. Diese Saison wäre unweigerlich verbunden mit Einschränkungen und Verboten, unter Umständen müssten Gäste abgewiesen werden oder enttäuschte Kinder stünden traurig am Rand des Kleinkindbereichs, weil sich darin schon die maximale Personenzahl von 17 tummelte. „Wir müssten einen hohen Preis zahlen um dafür vielleicht vor allem Frust und Enttäuschung zu ernten.“

Ein Freibad ist immer ein Defizitbetrieb. So bezuschusst die Gemeinde bereits jedes Jahr das Freibad mit rund 155.000 €. Dieser Betrag ist auch 2020 so eingeplant. Doch leider muss aufgrund der Corona-Pandemie mit einem zusätzlichen Verlust von 100.000 € kalkuliert werden, der sich evtl. reduzieren würde, wenn Spender gefunden wären. Ein Betrag der in diesem Haushalt schlichtweg nicht möglich ist. Wenn das Bad zubleibt betragen die Fixkosten rund 145.000 €. Da aufgrund der Pflichtaufgaben wie Schulsanierung (Gesamtkosten: 17,4 Mio. €) und Kindergartenneubau (3,4 Mio. €) der finanzielle Spielraum der Gemeinde leider eingeschränkt ist. In diesem Jahr nimmt die Gemeinde bereits 6 Mio. € Kredite auf; 2021 sind es nochmals zusätzlich 5 Mio. €. Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt damit voraussichtlich von 537 €/Einwohner auf 3.600 €/Einwohner.

Mit großem Bedauern aber doch eindeutig fiel schließlich das Votum des Gemeinderats (4 für die Öffnung, 1 Enthaltung und 14 für die Schließung) aus, das Freibad in diesem Jahr geschlossen zu lassen. „Schade!“, bedauert Meta Schoch die Entscheidung, die sie aber natürlich akzeptieren werde, auch wenn sie befürchte, dass diese auf die Ortsgruppe negative Auswirkungen habe. „Vielleicht könnten aber andere Vereine mit ihren Fahrzeugen oder die Gemeinde mit dem Seniorenbus der DLRG mit Fahrten in andere Bäder helfen“, schlägt Gemeinderat Joshua Schoch vor.

„Der Ernst der Lage, auch für die künftigen Jahre, ist offensichtlich. Wir sollten uns deshalb bereits jetzt alle gemeinsam Gedanken machen, wie wir eine Lösung zumindest für die finanzielle Problematik finden können“, fordert Gemeinderat Bernhard Schweizer der von seinem Kollegen Wolfgang Feuchter durch den Vorschlag unterstützt wird, einen Förderverein Freibad Mainhardt zur finanziellen Unterstützung zu gründen.

Bürgermeister Komor bedankt sich abschließend bei allen Teilnehmern für die offene und konstruktive Diskussion. Sowohl als Bürgermeister, der einfach stolz auf das richtig schöne Mainhardter Freibad sei als auch ganz persönlich bedaure er diese Entwicklung, aber letztendlich lasse Corona und die finanzielle Lage der Gemeinde keine andere Wahl. 

Oase der Erholung

Das beheizte Mineralfreibad in Mainhardt ist ein Geheimtipp für Genießer aus nah und fern. In herrlicher Hanglage mit Blick über den Mainhardter Wald, zählt es zu den schönsten Freibädern der Region. Das schwefelhaltige Wasser entstammt einer Mineralquelle, die vermutlich schon von den Römern entdeckt und genutzt worden ist.

Die neu sanierte Badeanlage bietet ein 50 m Schwimmbecken mit Sprunganlage und Erlebnisbereich mit Wellenrutsche und Schaukelbucht. Zur Entspannung gibt es Sprudler und Nackenduschen. Ein besonderes Highlight für Familien ist die neue Spielelandschaft für Kinder mit verschiedenen Wasserspielen. Die Wassertemperatur beträgt in der Regel 24 Grad, im Planschbecken 26 Grad. Umkleideräume und Sanitärbereich sind behindertengerecht gestaltet.

Auf der großen Liegewiese können sich die Besucher je nach Wunsch in der Sonne aalen oder unter einem der Bäume in den Schatten zurückziehen. Für sportlich Interessierte stehen außerhalb des Wassers ein Beach-Volleyball-Feld und Tischtennisplatten zur freien Verfügung. Über einen Besuch freut sich das Kioskteam im gemütlichen Strand-Café mit Biergarten.

Kontakt

Mineralfreibad Mainhardt
Steinbühl 55
74535 Mainhardt
Telefonnummer: 07903 2301

Preise

Tageskarten (nur gültig für einmaligen Eintritt!)

  • Erwachsene: 4,00 Euro
  • Kinder und Jugendliche 3 bis 16 Jahren: 1,50 Euro
  • für Familie: 8,00 Euro

Zehnerkarten

  • Erwachsene: 34,00 Euro
  • Kinder und Jugendliche 3 bis 16 Jahren: 14,00 Euro
  • Abendzehnerkarte ab 17.00 Uhr: 20,00 Euro

Abendkarten

  • Erwachsene: 2,50 Euro
  • Kinder und Jugendliche 3 bis 16 Jahren: 1,00 Euro

Geschlossene Schulklassen u. Jugendgruppen

  • je Schüler / Jugendlicher: 1,00 Euro

Jahreskarten

  • Familienkarte (Eltern u. Kinder bis 16 Jahre): 110,00 Euro

    • bei Vorlage Landesfamilienpass: 100,00 Euro

  • Oma, Opa und Enkelkarte (bis 16 Jahre): 110,00 Euro
  • Erwachsene: 55,00 Euro
  • Kinder und Jugendliche 3 bis 16 Jahren: 22,00 Euro

Leihgebühr Liegestuhl

  • bis 4 Std.: 2,00 Euro
  • über 4 Std.: 3,00 Euro

Kinder unter 3 Jahren haben freien Eintritt

Zutritt in das Bad ist Kindern bis zum vollendeten 6. Lebensjahr nur mit einer mind. 18 Jahre alten Aufsichtsperson gestattet. Die Familienkarte erhalten Eltern und ihre Kinder bis zum 16. Lebensjahr. Die Oma, Opa und Enkelkarte erhalten Oma und Opa und alle Enkelkinder bis zum 16. Lebensjahr. Die verbilligte Eintrittskarte der Jugendlichen erhält außerdem gegen Vorlage eines gültigen Ausweises folgender Personenkreis: Schüler, Studenten, Personen mit einer Behinderung ab 50 %, Wehrpflichtige und Zivildienstleistende.

Schlechtwetterregelung Freibad

Um 10.00 Uhr (am Wochenende um 09.00 Uhr) werden auf www.wetter.com die Tagestemperaturen für „74535 Mainhardt“ geprüft. Es ist immer der Verlauf des ganzen Tages zu betrachten. Wird zu keiner Tageszeit über 15 Grad Celsius vorhergesagt, bleibt das Freibad ganz geschlossen.

Zwischen 15 und 18 Grad Celsius gelten die Schlechtwetteröffnungszeiten.

Ab 18 Grad Celsius gelten die regulären Öffnungszeiten.

Über nachfolgenden Link werden Sie direkt zur Homepage von Wetter.com geleitet. So sehen Sie gleich die vorhergesagten Tagestemperaturen für Mainhardt.

Bei Dauerregen obliegt die Entscheidung dem Schwimmmeister, ob die Schlechtwetteröffnungszeit greift.“

Bei Fragen und Unklarheiten melden Sie sich bitte unter folgender Telefonnummer 07903/2301.

Schlechtwetteröffnungszeiten:
Montag – Sonntag: 10.30 bis 12.30 Uhr und von 17.00 bis 19.00 Uhr.