Die Räuber: Gemeinde Mainhardt

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Frühling im Mainhardter Wald
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Sommer im Mainhardter Wald
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Herbst im Mainhardter Wald
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Die Räuber

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"Die Räuber vom Mainhardter Wald"

Armut und Not prägten das Leben vieler Einwohner des Mainhardter Waldes. Landwirtschaft zu betreiben war auf dem mageren Boden eine mühselige Angelegenheit. Dazu kamen hohe Abgaben und Steuern. Viele verdingten sich als Taglöhner und Salzträger. Als sich die Bevölkerung nicht mehr zu helfen wusste, rebellierte sie und verweigerte dem Landesherrn ab 1746 die fälligen Steuern. Doch zehn Jahre später machte das Militär der Rebellion ein Ende. Zurück blieben viele hoch verschuldete Untertanen.

Um sich und ihre Familien zu ernähren, schlossen sich 58 Männer ab 1760 zu einer Räuberbande zusammen. Meist stahlen sie Lebensmittel und Vieh, manchmal Wertgegenstände, die sie dann zu Geld machten. Doch einige Jahre später überfielen sie auch Postkutschen und ermordeten Geldboten. Durch Zufall wurde 1772 ein Bandenmitglied gefasst, der dann unter der Folter seine Kumpanen verriet. Ein Jahr später wurden 19 Räuber in Pfedelbach oder Maienfels enthauptet und ihre Körper aufs Rad geflochten.

Vermutlicher Drahtzieher für einige der spektakulären Straftaten war der Wirt des Gasthauses „Zur Linde“. Trotz Beschuldigungen konnte oder wollte die Obrigkeit ihm nichts nachweisen. Er starb 1787 im Alter von 72 Jahren als honoriger Bürger.

Über die Räuber gibt es zwei Schriften: Zum einen den Roman von August Knapp "Die Geheimnisse des Mainhardter Waldes" und zum anderen die historische Aufarbeitung von Egil Pastor "Die Räuber vom Mainhardter Wald". Das Buch ist neu aufgelegt und kann im Rathaus erworben werden.