Aktuelles aus dem Rathaus: Gemeinde Mainhardt

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Frühling im Mainhardter Wald
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Storytelling im Schwäbischen Wald – was ist das?

Artikel vom 27.11.2019

Ich sitze in erwartungsfroher Runde im liebevoll restaurierten Veranstaltungssaal des Sulzbacher Schlössle, als auch schon mein Smartphone klingelt. Was für eine Überraschung, die Schwäbische WaldFee ruft mich an! Und schon sprudelt sie mit einem leicht schwäbischen, aber auch für Nordlichter verständlichen, Zungenschlag los und lädt mich fröhlich zu einem gemeinsamen Abenteuer ein: Ich möge ihr doch bitte helfen, die besondere Magie des zauberhaften Schwäbischen Waldes zu bewahren. Während ich noch darüber nachdenke, kommt eine Textnachricht mit einer Aufgabe. Das Rätsel scheint mit einem Besuch auf dem Sulzbacher Marktplatz lösbar zu sein. Meine Neugier ist geweckt, und ich mache mich auf den Weg…
Von der virtuellen, digitalen Welt zurück in das reale Leben, oder besser, in das reale Erleben, kann das ein zukunftsweisender Weg sein? Ja, das muss möglich sein, dachten sich die sechs Bürgermeister der in einem einzigartigen Modellprojekt kooperierenden Gemeinden im Schwäbischen Wald: Großerlach, Mainhardt, Oppenweiler, Spiegelberg, Sulzbach an der Murr und Wüstenrot. Das ist dann möglich, so Initiator Bürgermeister Christoph Jäger, wenn man die Vorteile beider Welten, der realen und der digitalen Welt, miteinander verbindet – und damit vielleicht selbst hartgesottene Gamer wieder raus in die Natur lockt. Und seine Kollegen waren sich einig: Es ist auf jeden Fall den Versuch wert.
Angeregt vom Deutschen Städte- und Gemeindebund wurde mit dem in Leipzig ansässigen Transmediaunternehmen Thadeus Roth 2019 ein modellhaftes Projekt gestartet, welches in der ersten Testphase in bundesweit sechs Modellstädten/gebieten digitale Kommunikationstechniken auf neuartige Weise als touristisches Angebot einsetzt, das Interaktive Storytelling. Die Gäste werden dabei Teil der Handlung einer fortlaufenden Geschichte – und über diese Geschichte und ihre Aufgaben zu verschiedentlichen Stationen und Sehenswürdigkeiten in der Zielregion geführt. Gleichzeitig wird Wissenswertes und gerne auch einmal Humorvolles vermittelt. Mit Thadeus Roth, dessen Kreativköpfe auch schon für den Tatort der ARD tätig waren, haben die Gemeinden dabei einen Partner mit der nötigen Erfahrung gewonnen, wenn es darum geht, eine flüssige Story mit ausgeklügelter Technologie zu verknüpfen – und damit erlebbar zu machen.
Die besondere Herausforderung im Modellgebiet Schwäbischer Wald, im Gegensatz zu den ansonsten räumlich eher eng gefassten Modellstädten, war der gemeindeübergreifende Ansatz. Es galt nicht nur, spannende Stationen und Geschichten zu entwickeln und finden, sondern auch eine gemeinsame Storyline, einen roten Faden, über welchen diese miteinander verbunden werden können. Wie kann es anders sein, im Schwäbischen Wald trägt der rote Faden ein grünes Kleid: Die Schwäbische WaldFee fungiert in der App als sympathische Fremdenführerin, die mit Anrufen und Textnachrichten den Gast – oder Mitspieler, Abenteurer? – nicht nur durch die Geschichte, sondern zugleich mit tollen Tipps auch durch die gesamte Region der sechs Gemeinden führt.

Selbstverständlich kann man das Abenteuer auch jederzeit unterbrechen oder auch beenden. Und da Datenschutz großgeschrieben wird, werden Daten nur anonymisiert verarbeitet – und beim Abmelden des Accounts durch den Nutzer vollständig gelöscht.
Heute wurde das Projekt im Sulzbacher Schlössle präsentiert und erläutert – und den Bürgermeistern war ihre Begeisterung und ihre Freude daran anzumerken – aber auch die Spannung, wie sich dies im nun folgenden Probejahr in der Praxis denn auch tatsächlich bewähren wird. Zunächst hoffen sie nun, dass sich möglichst viele Anwender/innen in der App anmelden und zum Probespielen animieren lassen (siehe Infokasten). Die Beteiligten versprechen sich daraus wichtige Erkenntnisse und Erfahrungen, um diese neuartige Idee weiter zu verbessern und auszubauen.
A-propos ausbauen: Natürlich wurde das Projekt im Schwäbischen Wald bewusst so gestaltet, dass das interaktive Abenteuer Station um Station erweitert werden kann. So könnte schließlich mit den Jahren ein ganzer Strauß an Rätseln, Informationen, Geschichten und Anekdoten aus allen Kommunen der Touristikgemeinschaft Schwäbischer Wald entstehen.
Aber auch schon in der aktuellen Testversion gilt es immerhin 13 Stationen aufzusuchen, die dortigen Aufgaben zu lösen und die Belohnungspunkte dafür einzusammeln. Wobei es durchaus Sinn macht, sich vor Aktivierung der jeweiligen Station schlau zu machen, wo das ist, und sich dorthin zu begeben. Genau hierfür wurde inzwischen auf Anregung aus der Praxis eine Verlinkung der Stationen auf GoogleMaps implementiert.
Während sich die Leser nun hoffentlich möglichst zahlreich in das Abenteuer WaldFee einloggen, bin ich schon mittendrin und mache mich auf zum Teufelsstein. Dort war ich noch nie, aber ich kann der Verlockung nicht wiederstehen und möchte mehr über die gruselige Geschichte erfahren, die laut meiner neu gewonnenen Freundin, der Schwäbischen WaldFee, hinter diesem vermeintlichen Naturdenkmal steckt…

Die Anmeldung zum Mitspielen ist denkbar einfach:
Es muss keine – gar kostenpflichtige – App heruntergeladen werden. Man meldet sich einfach im Browser auf www.abenteuer-waldfee.de mit Namen und Mobilfunknummer an, bestätigt über den erhaltenen Code sein Login, und schon kann es losgehen. Das Spielprinzip ist nahezu selbsterklärend – und es bleibt zu jedem Zeitpunkt dem Spieler, der Spielerin überlassen, wann eine Station aktiviert wird. Auch kann eine aktivierte Station jederzeit abgebrochen werden – aber: Diese Aufgabe gilt dann als nicht erfüllt und es gibt dafür auch keine Belohnung. Darum, unser Tipp: Eine Station erst aufsuchen und dann aktivieren, wenn man auch Zeit und Lust hat, sie zu spielen!
Und noch ein Hinweis: Man kann die Seite des Spiels im Browser des Smartphones einfach geöffnet lassen. So muss man sich nicht ständig neu einloggen – und man erhält hin und wieder kleine Tipps zu Attraktionen oder Sehenswürdigkeiten.
Und zur guten Letzt: Möglicherweise fallen beim Nutzer Verbindungskosten seines Smartphones an (vertragsabhängig). Das Spiel selbst aber ist kostenlos.