Aktuelles aus dem Rathaus: Gemeinde Mainhardt

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Aktuelles aus dem Rathaus

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Geflügelpestausbruch im Hohenlohekreis – Beobachtungsgebiet reicht bis in den Landkreis Schwäbisch Hall

Artikel vom 11.02.2020

In der Gemeinde Bretzfeld im Hohenlohekreis wurde am 7.2.2020 der Ausbruch der Geflügelpest (Hochpathogene aviäre Influenza vom Typ H5N8) in einem kleinen Geflügelbetrieb bei Hühnern amtlich festgestellt. Aufgrund gesetzlicher Vorgaben in der Geflügelpestverordnung muss in solchen Fällen ein Sperrbezirk mit drei Kilometer Radius und ein Beobachtungsgebiet mit zehn Kilometer Radius um den Seuchenbetrieb eingerichtet werden. Die Gemarkung Ammertsweiler sowie Teile der Gemarkung Geißelhardt der Gemeinde Mainhardt im Landkreis Schwäbisch Hall liegen im zehn Kilometer Radius und damit im Beobachtungsgebiet. Im Gebiet des Landkreises Schwäbisch Hall sind davon 28 kleinere Geflügelbetriebe betroffen.

Die Geflügelbetriebe in dem Beobachtungsgebiet unterliegen verschiedenen Auflagen, die das Veterinäramt des Landratsamtes Schwäbisch Hall am 10.2.2020 über eine Allgemeinverfügung öffentlich bekannt gemacht hat. So müssen Geflügelhalter im Beobachtungsgebiet beispielsweise dem Veterinäramt die Anzahl der gehaltenen Vögel mit Standort melden, gleiches gilt für verendete Vögel. Die Geflügelhalter müssen ferner die Ställe gegen unbefugten Zutritt sichern sowie Schutzkleidung beim Betreten der Stallungen tragen, verschiedene Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen durchführen sowie weitere Biosicherheitsmaßnahmen beachten.

Nachdem eine große Gefahr für einen Viruseintrag durch Wildvögel besteht, sind die Geflügelhalter im Beobachtungsgebiet gehalten, das Geflügel aufzustallen (Stallpflicht) oder in eine Vorrichtung zu bringen, die einen vergleichbaren Schutz gegen Wildvögel bietet.

Die genaue Beschreibung des Beobachtungsgebietes im Landkreis Schwäbisch Hall sowie die Auflistung sämtlicher Auflagen für die Geflügelhalter ist auf der Homepage des Landratsamts unter www.lrasha.de/de/aktuelles/oeffentliche-bekanntmachungen eingestellten Allgemeinverfügung zu entnehmen.

Das Veterinäramt des Landratsamtes Schwäbisch Hall empfiehlt den übrigen Geflügelhaltern im Landkreis aus Sicherheitsgründen ihr Geflügel ebenfalls aufzustallen oder in eine den gleichen Schutz bietende Vorrichtung zu bringen. Unabhängig vom Standort der Geflügelhaltung im Landkreis sind die Geflügelhalter gehalten, bei einem verdächtigen Krankheitsgeschehen in ihrem Bestand wie erhöhte Sterberaten oder Veränderungen bei der Legeleistung, rasch einen Tierarzt hinzuzuziehen und großen Wert auf Biosicherheitsmaßnahmen in ihrem Betrieb zu legen. Entsprechende Merkblätter sind ebenfalls auf der Homepage des Landratsamts Schwäbisch Hall unter www.lrasha.de/de/buergerservice/elektronische-dienste/formulare-a-z-infoblaetter/verzeichnis-formulare-a-z-infoblatter/veterinaerwesen-und-verbraucherschutz/ eingestellt.

Das Geflügel im Ausbruchsbestand im Hohenlohekreis wurde zwischenzeitlich getötet. Frühestens dreißig Tage nach Abschluss der Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen im Seuchenbetrieb, wird das Veterinäramt des Landratsamtes Schwäbisch Hall das Geflügel der im Beobachtungsgebiet liegenden Betriebe in Ammertsweiler und Geißelhardt untersuchen und beproben.

Hintergrundinformationen:

Aviäre Influenza umgangssprachlich auch Vogelgrippe genannt, ist eine durch Viren ausgelöste Infektionskrankheit, deren natürlicher Reservoirwirt wildlebende Wasservögel sind. Die Klassische Geflügelpest ist eine besonders schwer verlaufende Form der aviären Influenza und wird durch sehr virulente (hochpathogene) Stämme aviärer Influenzaviren der Subtypen H5 und H7 hervorgerufen. Im jetzt aktuellen Fall in Bretzfeld wurde hochpathogenes aviäres Influenzavirus vom Typ H5N8 nachgewiesen. Die Krankheit verläuft bei Hausgeflügel meist unter schweren allgemeinen Krankheitszeichen. Bei Hühnern und Puten können innerhalb weniger Tage bis zu 100 % der Tiere erkranken und sterben. Die wirtschaftlichen Verluste sind entsprechend hoch. Enten und Gänse erkranken oftmals weniger schwer. Auch ist die Sterberate bei erkrankten Enten und Gänsen wesentlich geringer und kann bei milden Verläufen gänzlich übersehen werden.

Anzahl und Schwere der Seuchenausbrüche haben in den letzten Jahren weltweit stark zugenommen. Asien und der mittlere Osten bleiben Schwerpunkte des Seuchengeschehens, von denen ausgehend sich Epidemien hin und wieder über große Entfernungen ausbreiten. Auch in Europa kommt es dadurch gelegentlich zu Ausbrüchen bei Wildvögeln und Geflügel. 2016/17 wurde die bislang schwerste Epidemie in Europa und auch in Deutschland registriert

Infektionen des Menschen mit HPAI H5N8 Viren wurden bislang weltweit nicht nachgewiesen. Wie bei allen Geflügelpestviren sind aber auch bei H5N8 erhöhte Schutzmaßnahmen beim Umgang mit potenziell infiziertem Geflügel und Wildvögeln einzuhalten.

Weiter Informationen zur Geflügelpest sind auf den Seiten des Friedrich-Loeffler-Institutes unter www.fli.de abzurufen.
lra