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Bericht aus der Gemeinderatssitzung am 22.07.2026
Bericht aus der Gemeinderatssitzung am 22.07.2026
Der Gemeinderat trat am 22. Juli 2026 zu seiner letzten öffentlichen Sitzung vor der Sommerpause zusammen. Die Sitzung fand dieses Mal im Dorfgemeinschaftshaus Hütten statt. Bürgermeister Damian Komor bedankte sich bei Ortsvorsteherin Bettina Hofmann und dem Ortschaftsrat Hütten für die Möglichkeit, die Sitzung im Dorfgemeinschaftshaus abzuhalten. Damit wurde die Tradition fortgesetzt, die letzte Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause in einem der Ortsteile durchzuführen. Zugleich war es die letzte Sitzung während der Amtszeit von Friedmar Wagenländer, weshalb im Anschluss an die Sitzung eine kleine Feier zu seinen Ehren vorgesehen war.
Nahwärmeanschluss Wald-Halle und Umbau der Heizungsanlage
Der Gemeinderat beschäftigte sich mit der zukünftigen Wärmeversorgung der Wald-Halle. Ursprünglich war vorgesehen, die vorhandene Heizungsanlage zusammen mit den noch vorhandenen Heizölbeständen zunächst weiter zu betreiben. Aufgrund zunehmend häufiger technischer Ausfälle sieht die Verwaltung inzwischen jedoch dringenden Handlungsbedarf.
Um die Nutzung und Vermietung der Halle sowie die Warmwasserversorgung weiterhin zuverlässig gewährleisten zu können, soll die Wald-Halle an das vorhandene Nahwärmenetz angeschlossen und die Heizungsanlage entsprechend umgebaut werden. Ein baulicher Nahwärmeanschluss ist bereits vorhanden. Der ebenfalls grundsätzlich angedachte Anschluss des Bauhofgebäudes soll dagegen zunächst zurückgestellt werden.
Für die Maßnahme werden Gesamtkosten von maximal 39.000 € angesetzt. Die Verwaltung rechnet mit einer Förderung von rund 35 Prozent. Der Gemeinderat stimmte der Maßnahme deshalb unter dem Vorbehalt einer entsprechenden Förderzusage grundsätzlich zu. Nach Eingang der Förderung kann die Verwaltung die Arbeiten an den wirtschaftlichsten Bieter vergeben und die Stadtwerke Schwäbisch Hall beauftragen.
Abstimmung: 16 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen – einstimmig.
Austausch der SPS-Steuerung in der Wasserversorgung
Ein weiterer Tagesordnungspunkt betraf die technische Steuerung der gemeindlichen Wasserversorgung. Die vorhandene SPS-Steuerung soll durch neue Hard- und Software ersetzt werden. Mit der Durchführung soll die Firma Doderer zum Preis von 31.500 € brutto beauftragt werden.
Auf Nachfrage aus dem Gemeinderat erläuterte die Verwaltung, dass für die neue Technik von einer voraussichtlichen Nutzungsdauer von etwa fünf bis zehn Jahren ausgegangen werden könne. Die tatsächliche Dauer hängt insbesondere davon ab, wie lange der Hersteller die entsprechende Hard- und Softwareversion unterstützt.
Abstimmung: 16 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen – einstimmig.
Landkreisweite Bündelausschreibung für die Klärschlammentsorgung mit Phosphorrückgewinnung
Die Gemeinde Mainhardt wird sich an einer landkreisweiten Bündelausschreibung für die künftige Klärschlammentsorgung mit Phosphorrückgewinnung beteiligen. Die Ausschreibung wird federführend von der Stadt Crailsheim für die beteiligten Kommunen im Landkreis Schwäbisch Hall organisiert.
Die spätere Abrechnung erfolgt nach der tatsächlich von den jeweiligen Gemeinden zu entsorgenden Klärschlammmenge. Die Verwaltung geht davon aus, dass die Entsorgungskosten insgesamt steigen werden und sich dies künftig auch auf die Gebührenkalkulation auswirken wird. Durch das gemeinsame Vorgehen der Kommunen erhofft sich die Gemeinde jedoch günstigere Konditionen, als dies bei einer eigenen Ausschreibung möglich wäre.
Auch eine mögliche Klärschlammentsorgung vor Ort nach dem Umbau der Mainhardter Kläranlage wurde diskutiert. Technisch wäre dies unter Umständen teilweise möglich, der dafür notwendige technische und finanzielle Aufwand wäre nach Einschätzung der Verwaltung jedoch kaum darstellbar. Die Kläranlage soll künftig auf 8.500 Einwohnergleichwerte ausgelegt sein. Entscheidend für die Verpflichtungen der Gemeinde seien neben der Größe der Anlage auch die gesetzlichen Vorgaben zur Phosphorrückgewinnung und die Menge des anfallenden Klärschlamms.
Der Mainhardter Klärschlamm wird derzeit durch die Firma Veolia nach Markranstädt bei Leipzig transportiert und dort verbrannt.
Abstimmung: 16 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen, 0 Enthaltungen – einstimmig.
Finanzzwischenbericht 2026
Die zukünftige Kämmerin Daniela Kübler informierte den Gemeinderat über die Entwicklung der wichtigsten Einnahmen und Ausgaben zum Stand 1. Juli 2026.
In der Beratung wurde unter anderem die Entwicklung der Gewerbesteuer angesprochen. Die Hochrechnung wurde nach unten angepasst, da noch mit Veränderungen und entsprechenden Rückzahlungen gerechnet werden müsse.
Weiterhin schwierig bleibt eine verlässliche Einschätzung der Einnahmen aus der Grundsteuer. Nach Angaben der Verwaltung reichen die bisher vorliegenden Zahlen noch nicht für belastbare Aussagen aus. Es zeichnet sich allerdings ab, dass mit den derzeitigen Hebesätzen das bisherige Steueraufkommen nicht erreicht werden kann.
Der Gemeinderat nahm den Finanzzwischenbericht zur Kenntnis.
Abstimmung: zur Kenntnis.