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Bericht aus der Gemeinderatssitzung am 17.12.2025
Kommunale Wärmeplanung
Der Gemeinderat beschloss einstimmig, die kommunale Wärmeplanung weiterhin im interkommunalen Konvoi mit den Gemeinden Michelfeld und Untermünkheim fortzuführen. Hintergrund ist der Wechsel von der bisherigen Landesförderung hin zur Finanzierung über Konnexitätszahlungen des Landes Baden-Württemberg. Da die Wärmeplanung mittlerweile eine gesetzliche Pflichtaufgabe ist, übernimmt das Land die entstehenden Kosten vollständig, sodass für die Gemeinde Mainhardt künftig kein Eigenanteil mehr anfällt. Gleichzeitig wurde die Verwaltung beauftragt, nicht abgerufene Fördermittel formell zurückzugeben sowie zusätzliche Planungsleistungen nachzuverhandeln.
Abstimmungsergebnis:
Einstimmig beschlossen!
Einbringung Haushaltsplan und Haushaltssatzung 2026
Bürgermeister Damian Komor brachte den Haushaltsplan sowie die Haushaltssatzung für das Jahr 2026 in den Gemeinderat ein. In seiner Haushaltsrede stellte er die aktuell sehr angespannte Finanzlage der Kommunen dar und ordnete diese in einen bundes- und landesweiten Zusammenhang ein.
Der Ergebnishaushalt 2026 der Gemeinde Mainhardt umfasst ein Volumen von rund 20,3 Mio. Euro. Gleichzeitig ist ein negatives ordentliches Ergebnis von rund 745.600 Euro eingeplant. Der Finanzhaushalt weist lediglich einen Zahlungsmittelüberschuss von rund 238.800 Euro aus, der nicht ausreicht, um Tilgungen und notwendige Investitionen vollständig aus eigener Kraft zu finanzieren.
Besonders belastend wirken sich die steigende Kreisumlage sowie der Einwohnerverlust infolge des Zensus aus, was für die Gemeinde ab 2026 eine Mehrbelastung von rund 1 Mio. Euro jährlich bedeutet. Die Gewerbesteuer wurde für 2026 vorsichtig mit 3 Mio. Euro veranschlagt.
Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen sind für 2026 Investitionen in Höhe von rund 4,5 Mio. Euro vorgesehen, unter anderem für die Kläranlage Schönhardt, Maßnahmen im Straßen- und Kanalbau, Investitionen in Schule, Feuerwehr und Infrastruktur sowie den weiteren Breitbandausbau. Zur Finanzierung ist eine Kreditaufnahme von 1,75 Mio. Euro eingeplant.
Positiv hervorgehoben wurde, dass die im laufenden Jahr geplante Kreditaufnahme nicht in Anspruch genommen werden musste und sich der Schuldenstand der Gemeinde dadurch reduziert. Die Pro-Kopf-Verschuldung im Kernhaushalt sinkt auf 2.146 Euro je Einwohner.
Der Gemeinderat nahm die Einbringung des Haushaltsplans und der Haushaltssatzung 2026 einstimmig zur Kenntnis. Die weiteren Beratungen erfolgen in den kommenden Sitzungen.Wirtschaftsplan Wasserversorgung 2026
Auch der Wirtschaftsplan des Eigenbetriebs Wasserversorgung für das Jahr 2026 wurde eingebracht. Für das kommende Jahr sind Investitionen vorgesehen, eine zusätzliche Kreditaufnahme ist jedoch nicht erforderlich. Der Gemeinderat nahm den Wirtschaftsplan einstimmig zur Kenntnis.
Annahme von Spenden
Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Annahme zahlreicher Geld- und Sachspenden aus der Bürgerschaft, von Vereinen und Institutionen. Die Spenden kommen unter anderem dem Pahl-Museum, Kindergärten, der Gemeindebücherei, dem Seniorenbus, dem Mineralfreibad sowie den Betroffenen aus der Alten Schule zugute. Insgesamt gingen Spenden in Höhe von rund 78.800 Euro ein. Der Gemeinderat dankte allen Spenderinnen und Spendern herzlich für ihre Unterstützung.
Jahresrückblick 2025
Zum Abschluss der Sitzung gab Bürgermeister Damian Komor einen Rückblick auf das Jahr 2025. Er ging dabei auf die erheblichen Herausforderungen ein, vor denen Kommunen aktuell stehen – insbesondere steigende Kosten, neue gesetzliche Aufgaben und die zunehmend angespannte finanzielle Lage, die sich auch im Haushalt 2026 deutlich widerspiegelt.
Gleichzeitig hob er den starken Zusammenhalt in der Gemeinde hervor. Der Brand der „Alten Schule“ im Oktober habe eindrucksvoll gezeigt, was durch das schnelle und engagierte Handeln von Einsatzkräften und Ehrenamtlichen möglich sei. Auch das 10-jährige Jubiläum des Seniorenbusses, das 755-jährige Bestehen von Bubenorbis sowie das 50-jährige Jubiläum des Pahl-Museums seien besondere Höhepunkte des Jahres gewesen und stünden beispielhaft für das lebendige Ehrenamt und die starke Dorfgemeinschaft in Mainhardt.
Im Bereich der Infrastruktur sei 2025 viel bewegt worden, unter anderem beim Breitbandausbau, bei Nahwärmeprojekten, Straßensanierungen sowie durch wichtige Bau- und Entwicklungsmaßnahmen. Der Start des Glasfasernetzes wurde als bedeutender Meilenstein für die Zukunft der Gemeinde bezeichnet. Auch verschiedene städtebauliche Projekte, Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien sowie Fortschritte im Gewerbegebiet und beim Radwegebau wurden angesprochen.
Abschließend dankte Bürgermeister Komor dem Gemeinderat für die sachliche, konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit, den Ortsvorstehern und Ortschaftsräten, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gemeinde sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen. Mit Blick auf die kommenden Jahre betonte er, dass die Herausforderungen groß bleiben, Mainhardt diesen jedoch mit Verantwortungsbewusstsein, Zusammenhalt und Zuversicht begegnen werde.