Römermuseum: Gemeinde Mainhardt

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Frühling im Mainhardter Wald
Frühling im Mainhardter Wald
Frühling im Mainhardter Wald
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Sommer im Mainhardter Wald
Sommer im Mainhardter Wald
Sommer im Mainhardter Wald
Herbst im Mainhardter Wald
Herbst im Mainhardter Wald
Winter im Mainhardter Wald
Winter im Mainhardter Wald
Römermuseum

Hauptbereich

Römermuseum Mainhardt

Hauptstraße 4
74535 Mainhardt

Das Museum ist vom 1. Mai bis 3. Oktober an Sonn- und Feiertagen von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet und nach Vereinbarung.

Eintritt:

  • Jugendliche ab 15 Jahre und Erwachsene: 1,00 Euro
  • Jugendliche bis 14 Jahre: 0,50 Euro

Gemeinde Mainhardt, Telefonnummer: 07903 9150-0
Textilhaus Pasler-Rau, Telefonnummer: 07903 940256
in Mainhardt beim Schlößle
Hauptstraße 4
74535 Mainhardt

Hier können Sie sich den aktuellen Flyer des Verbandes der Limes Cicerones als PDF-Datei downloaden! Die Internetseite hierzu lautet: www.limes-cicerones.de. Ergänzende Informationen erhalten Sie auch über die Homepage der Deutschen Limesstraße.

Angebotene Führungen

Schon der Hohenloher Hofrat Hansselmann berichtet im Jahre 1768 von interessanten römischen Funden in Mainhardt, die aber verschollen sind oder vernichtet wurden. 1944 wurden beim Bau eines Behelfsheims eine größere Zahl Weihesteine gefunden, die heute die Grundlage der umfangreichen Sammlung dieser Stücke sind. Bei verschiedenen Bauvorhaben innerhalb des Kastells und am Platz der römischen Siedlung wurden zahlreiche Funde gemacht, so dass 1987 ein Museum in der Kapelle des ehemaligen Hohenlohe-Bartensteiner Schlösschen eingerichtet werden konnte.

Im Jahr 2004 wurde mit Hilfe des Landesdenkmalamtes die Einrichtung neu konzipiert. Es entstand eine übersichtliche Ausstellung mit Untergliederung in militärische Ausrüstung, Religion und Kultur, Essen und Trinken, römische Bauformen, dem Modell eines Kastells sowie in einer Vitrine eine versuchte Darstellung der Schlacht im Teutoburger Wald, die nach neueren Erkenntnissen aber in Kalkriese, einem Ortsteil der Stadt Bramsche, stattgefunden hat. Eine besondere Rarität sind verschiedene Altärchen von Muttergottheiten. So bietet das Römermuseum eine interessante Übersicht über die Zeit der römischen Besatzung von 150 bis 260 n Chr. in Mainhardt.

Das Museum wird ehrenamtlich betrieben. Ausführliche Informationen werden Ihnen bei Führungen gegeben, die auch die ausgegrabene und restaurierte Südwestecke des Kastells beinhalten. Führungen können im Rathaus Mainhardt angemeldet werden. Auch Führungen auf dem Limeswanderweg können dabei enthalten sein.

Vortragsreihe Römermuseum Mainhardt 2019

15.05.2019
Ortwin Köhler: Kultur und Politik der historischen EU-Vorläufer

Betrachtet man die politischen und kulturell begründeten Diskussionen und Probleme unserer Europäischen Union, hilft es dem Betrachter sich die Frage zu stellen, inwieweit gleiche oder ähnliche Probleme schon in anderen europäischen groß-räumlich organisierten Einheiten bestanden, was als Ursache identifiziert wurde und welche Lösungen angestrebt wurden.

Hierzu werden die griechischen Städtebünde der hellenistischen Zeit sowie das Römische Reich betrachtet. Ebenso aber auf die nordalpinen Bewohner und Karthago eingegangen.

29.05.2019
Jakob Jung: Roma Aeterna - Wie Rom zur "ewigen" Stadt wurde

Ein paar Hütten, verstreut auf sieben Hügeln über einem malariaverseuchten Sumpfgebiet, wurden die Keimzelle für eine gewaltige Metropole: Rom, Hauptstadt des Römischen Reichs, deren Arm bis nach Mainhardt reichte. Doch selbst als der Limes und seine Bewacher längst verschwunden waren, hatte die Kapitale nichts von ihrem Einfluss eingebüßt. In einem Kreislauf des Werdens und Vergehens erwuchs aus ihr das Zentrum der Christenheit, wurde sie zum Vorbild für das „zweite Rom“ Konstantinopel und zur Inspirationsquelle der Renaissance.

In seinem Vortrag zeichnet der Latinist Jakob Jung die Geschichte der faszinierenden Stadt nach und zeigt, wie im Lauf der Jahrhunderte der Mythos der „ewigen“ Stadt entstand.

19.06.2019
Dr. Georg V. Zemanek: Rotlichtviertel im römischen Vicus? - Moralvorstellungen in der römischen Antike

Fellinis Film Satyricon über die dekadente römische Gesellschaft enthält viele Anspielungen auf die Zügellosigkeit und Dekadenz der spätrömischen Gesellschaft und beeinflusste das Bild vom moralischen Niedergang der Antike. Aber es ist tatsächlich viel schwieriger: Die modernen Moralvorstellungen sind geprägt von Christentum, Aufklärung und puritanischem Maßstäben, die es als Vorgabe im antiken Rom noch nicht gab. Welche Regeln aber galten im antiken Rom? Wer durfte mit wem? War eheliche Treue ein Wert? Der Vortrag wird versuchen, den Zugang zu den römischen Wertvorstellungen zu vermitteln. Die Rotlichtviertel in Pompeji sind bekannt, aber wie war das in einem Kastelldorf an der römischen Grenze?

26.06.2019
Jeff Klotz: Die Anfänge der Archäologie in Baden und Württemberg

Die Archäologie ist als Fach immer auch ein Spiegel der jeweiligen Zeit. Sie bestimmt über die Herangehensweise, die Intention, die Methodik und über die daraus gezogenen Schlüsse. Aus diesem Grund lohnt sich auch ein vertiefter Blick auf die Geschichte der Archäologie in Württemberg und Baden. Wann begann die archäologische Beschäftigung in den beiden Landesteilen, und welche Personen standen dahinter? Der kompakte Vortrag (60 Minuten) schlägt einen Bogen – von den ersten Entdeckungen bis ins Jahr 2019.

10.07.2019
Dr. Christian Bollacher: Entdecken, Forschen und Bewahren – Aufgaben und Methoden der Landesarchäologie

Der Boden Baden-Württembergs birgt die Spuren einer viele Jahrtausende umfassenden Kulturgeschichte. Durch sämtliche Zeiten und Naturräume hat der Mensch seine Fährte gezogen – sei es als Jäger und Sammler in eiszeitlicher Tundra oder warmzeitlichen Urwäldern, sei es als sesshafter Ackerbauer und Viehzüchter in Weilern, Dörfern und Großsiedlungen seit der Jungsteinzeit. Der weit überwiegende Teil dieser kulturellen Entwicklung liegt außerhalb schriftlicher oder mündlicher Traditionen und lässt sich nur anhand archäologischer Quellen nachvollziehen.

Der Vortrag berichtet von der Arbeit der archäologischen Landesdenkmalpflege. Wie werden Fundplätze gesucht und entdeckt? Wie werden sie erforscht und was können sie über die Vergangenheit aussagen? Und schließlich: wie können sie geschützt und erhalten werden, so dass auch künftige Generationen noch etwas vom faszinierenden Erbe der Ur- und Frühgeschichte vorfinden.

24.07.2019
Enrico De Gennaro (M.A.): Einblicke in die römische Pflanzenwelt

Mittlerweile lässt sich das Bild der Pflanzenwelt vor 1800 Jahren für unseren Raum recht gut nachzeichnen: Detaillierte Aufschlüsse gewähren beispielsweise Untersuchungen der Lauffener Neckarschlinge oder Funde aus neueren Grabungen wie der großen römischen Zivilsiedlung von Güglingen. Das Spektrum der nachgewiesenen Pflanzenarten reicht dort von eindeutigen Nutzpflanzen über Kräuter, Obst, Gemüse bis hin zu Unkräutern und Pflanzen von fraglicher Nutzung. Gerade auch diese Nachweise sind durchaus interessant, ermöglichen sie doch durch die Betrachtung ihrer Standortfaktoren einen detaillierten Rückschluss auf die einstigen naturräumlichen Bedingungen.

Eine besondere Rolle kommt den Nachweisen von römischen Importen und den in römischer Zeit hier neu eingeführten Pflanzenarten zu.

31.07.2019
Prof. Dipl.-Ing. Siegfried Schenk: Geodätische Arbeiten am Obergermanischen Limes

In der Zeit von 1997 bis 2014 wurden von Studierenden des Studiengangs Vermessung und Geoinformatik der Hochschule für Technik – Stuttgart (HFT) unter der Leitung des Referenten, Prof. Siegfried Schenk, systematisch die obertägig noch sichtbaren Überreste des Obergermanischen Limes zwischen den Gemeinden Walldürn und Welzheim/Haghof vermessen und dokumentiert. Hierbei handelt es sich um den römischen Grenzabschnitt, der über eine Länge von ca. 80 km schnurgerade durch das Gelände hindurch verläuft.

Welches waren die Beweggründe, die die römischen Feldherren dazu veranlassten, die Grenzlinie ohne Rücksicht auf natürliche Gegebenheiten im Gelände als Gerade auszubilden? Mit welcher Genauigkeit wurde die Gerade in der Örtlichkeit realisiert? Welcher Hilfsmittel bedienten sich die römischen Militärs und Baumeister zur Umsetzung dieser vermessungstechnisch höchst anspruchsvollen Herausforderung?

Die in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege Baden–Württemberg durchgeführte archäologisch–topographische Aufnahme dieses einmaligen Bodendenkmals und deren Auswertung werden im Vortrag von Professor Schenk dargestellt.

04.09.2019
Torsten Pasler: Kelch und Schwert - Die Verdrängung der Muttergöttin der Vor- und Frühgeschichte

Waren die Menschen in Europa der Vorgeschichte primitive Barbaren, die erst durch den Kontakt mit den antiken Kulturen des Mittelmeer-Raumes zivilisiert wurden? Die archäologischen Indizien zeigen in eine andere Richtung. Vermutlich waren sie friedliebend, lebten die Gleichberechtigung der Geschlechter und verehrten eine Göttin als Repräsentantin des Kreislaufs von Geburt, Tod und Wiedergeburt. Erst mit dem Eindringen der Kurgan-Völker, den Vorfahren der Indoeuropäer, beginnend vor rund 6000 Jahren, kam es zu einem Statusverlust der Frau, und es entstand jene Unkultur ständiger Kriege, die seit damals bis in die Gegenwart hinein großen Schaden anrichtet.

11.09.2019
Frank Merkle: Griechische Mythen und ihre Deutung

Bis heute greift die abendländische Literatur immer wieder gern auf Gestalten des griechischen Mythos wie Eros zurück. Doch was zeichnet die olympische Götterwelt eigentlich aus und wie wurden die einzelnen Mythen gedeutet? Wie betrachtete man die Geschichten über die alten Götter in späterer Zeit vom christlichen Blickwinkel her? Während im ersten Teil der Veranstaltung die Merkmale und Deutungsmöglichkeiten der griechischen Mythen beleuchtet werden, wird Frank Merkle nach der Pause speziell auf den Prometheus-Mythos eingehen und seine beiden Kinderbücher zu dem Thema "Persephone oder Die Entstehung der Jahreszeiten" sowie „Orpheus oder Die Magie des Gesangs“ kurz vorstellen.

25.09.2019
Dr. Stefan Ernst: Das Ende römischer Macht? Hadrians Grenzpolitik in Germanien und Britannien

Im zweiten Jahrhundert nach Christus fand ein Umbruch in der römischen Grenzpolitik statt. Statt immer weitere Provinzen zu annektieren und auf eine offensive Außenpolitik zu setzen , konzentrirte man sich nun auf die Konsolidierung des Reichs und auf die Sicherung seiner Grenzen. Ein Name ist unauslöschlcih mit diesem Wandel verbunden: Hadrian. Der Vortrag geht auf das Leben des römischen Kaisers ein und zeigt die zeitlichen Umstände suf, die zu dem besagten Politikwandel führten. Hadrian ist gerade für die Limesforschung sehr interessant, da er als sogenannter "Reisekaiser" selbst die Grenzen seines Reiches in ausgedehnten Reisen besuchte und sich über Jahre fern ab von Rom aufhielt. Anhand des Hadrianswalls, sowie des germanischen Limes wird die Funktionsweise und Zweck der neuen Grenzsicherung erläutert und wie diese Grenzen in ein Sicherheitskonzept eingebunden waren, das das gesamte das Imperium Romanum umspannte.

09.10.2019
Michaela Köhler: Römische Binnenhäfen in Italien und an der Donau

Die antiken Flusshäfen im heutigen Italien und entlang der Donau wurden an wichtigen Verkehrsknotenpunkten erbaut, einerseits zum schnellen und preiswerten Transport von Waren, andererseits zur militärischen Absicherung gefährdeter Stationen im Gelände. Mit diesem letzten Teil wird das Thema "Binnenhäfen der Antike" abgeschlossen.

Ort: Römermuseum Mainhardt, Hauptstraße 4, 74535 Mainhardt

Beginn: jeweils um 19.00 Uhr Eintritt: 5,- Euro

Infos unter Telefonnummer: 07903 940256

Wo finde ich das Museum?

Hier können Sie sich einen Überblick verschaffen: